Supervision | Coaching als entlastende Intervention

Supervision | Coaching als entlastende Intervention

Inwiefern kann Supervision und Coaching als entlastende Intervention bei hoher Belastung herangezogen bzw. wirksam werden?

Dieser Frage gehen wir in unserer aktuellen Studie nach. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, nehmen Sie bitte an unserer Umfrage teil. Als Dankeschön gibt es im Frühjahr 2018 einen kostenlosen Workshop zu diesem Thema.

Anforderungen an die Beratung

Hintergrund zu dieser Studie:

ProfessionistInnen, in der Beratung und Begleitung von Menschen, die traumatisierenden Ereignissen ausgesetzt sind, sind permanent gefordert. Gilt es doch, mit KlientInnen mit Impulsausbrüchen, Panikattacken oder vollkommenen Rückzug, ein stabiles sicheres Umfeld zu gestalten und Retraumatisierung zu verhindern.

Im Berufsalltag stoßen SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, TherapeutInnen, PsychologInnen, PolizistInnen, LehrerInnen, ÄrztInnen, Pflegepersonal und Einsatzkräfte nicht selten an Ihre Grenzen. Darüber hinaus sind meist auch Rahmenbedingungen wie knappe Personalressourcen ein Stressor, da die Betreuungsschlüssel am Papier den Praxistest, wenn Urlaube, Krankenstände und Fortbildungen anfallen, nicht bestehen.

Diese hohen Anforderungen können auch bei sehr gut ausgebildeten MitarbeiterInnen das Gefühl der Ohnmacht erzeugen. Es kann hohe Verunsicherung auslösen, die sich darin bemerkbar macht, dass auf die eigenen Kompetenzen zum Teil nicht mehr zugegriffen werden kann. Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge werden zeitweise nicht mehr wahrgenommen.

Diesen Fragen gehen wir in der Studie auf den Grund:

  1. Inwiefern kann Coaching und Supervision als entlastende Intervention bei ProfessionistInnen, die Menschen mit traumatisierenden Erfahrungen, schwerstkranke Menschen oder Menschen mit Hochstress beraten, betreuen oder pflegen wirksam werden?
  2. Welche Anforderungen bestehen an die Beratung, damit sie als entlastende Intervention zur Psychohygiene, Stärkung der Resilienz und Selbstfürsorge wahrgenommen wird, um auch in (über) fordernden Situationen als ProfessionistIn selbstwirksam handeln zu können?
  3. Anforderungen an die BeraterIn wie Coach oder SupervisorIn und an das Beratungssetting.

Ziele:

  • Anforderungen an die Beratung im Kontext Trauma und Resilienz für Coaching und Supervision herauszuarbeiten.
  • Rahmenbedingungen zu erarbeiten, um belastende berufliche Herausforderungen gut bewältigen bzw. auch Veränderungen initiieren zu können.

 Nehmen Sie Kontakt auf, wir senden Ihnen den Fragebogen und die Anmeldung für den kostenlosen Workshop im Frühjahr 2018 zu.

doris.brunner@ibc.co.at

Dr. Doris Brunner

Supervisorin, Coach, Psychologische Beraterin (LSB)